Artikel über: Kartenzahlung

Elavon - Ausschlussbranchen


Ausschlussbranchen bei Elavon (Kartenzahlung)


Kurzinfo: Elavon (U.S. Bank Europe DAC / Elavon Merchant Services) akzeptiert für bestimmte Branchen und Geschäftsmodelle keine Kartenzahlungen bzw. schaltet Händler dafür nicht frei. Stand: Januar 2026.


Wichtig: Diese Liste ist eine Richtlinie. Je nach Risiko, Lizenzlage und Geschäftsmodell kann Elavon auch weitere Konstellationen ablehnen.



Warum werden Branchen ausgeschlossen?

Typische Gründe sind:

  • fehlende/ungültige Lizenzen (wo erforderlich)
  • hohe Chargeback-Risiken oder fragwürdige Geschäftsmodelle
  • illegale Aktivitäten
  • Reputationsrisiken



MCC & Geschäftsbezeichnung (wichtig für die Freischaltung)

Der Merchant Category Code (MCC) ist die Kategorie, die am besten zu den Produkten/Dienstleistungen passt, die über das Terminal bezahlt werden.


Tipp: Beschreiben Sie Ihr Geschäft im Antrag so konkret wie möglich (z. B. „Golfclub-Restaurant“ statt nur „Golfclub“), um Fehlklassifizierungen zu vermeiden.


Hinweis: Nicht jeder Eintrag unten hat zwingend einen MCC. Und ein genannter MCC bedeutet nicht automatisch „verboten“ – entscheidend ist das tatsächliche Geschäftsmodell.



Immer ausgeschlossen (nicht zulässig)


Dienstleistungen / Inhalte

  • Adoptionsagenturen (gewerblich / For-Profit)
  • Erwachsenenunterhaltung, z. B.:
  • Strip-/Nachtclubs/Bordelle
  • Pornografische Buch-/Videostores
  • Telefon-/Chatlines (Phone Sex etc.)
  • Escort-Services
  • Kinderpornografische Inhalte (auch „suggestive“ Angebote)


Recht / Finanzen

  • Bail & Bond Payments (Kautions-/Bürgschaftszahlungen)
  • Insolvenzberatung als Kerngeschäft (Consumer Bankruptcy / „Bankruptcy Attorney“)
  • Claims Management Companies (Anspruchs-/Schadensmanagement für Finanzprodukte etc.)
  • Debt Financial Counselling / Debt Management (Schuldenmanagement als Dienstleistung)
  • Payday Lenders & Auto Title Lenders (Kurzzeitkredite / Pfandkredite auf Fahrzeugtitel)


Handel / Sonstiges

  • Fälschungen / Counterfeit Goods (Marken- & Produktpiraterie)
  • Drogenverkauf (auch dort ausgeschlossen, wo teilweise legalisiert)
  • Essay Mills (Ghostwriting/Schreibdienste für Studierende)
  • Game Console Circumvention Devices (z. B. Modchips für Konsolen)
  • Discount Travel Clubs (Mitgliedschaftsmodelle für zukünftige Reisen/Rabatte)
  • Outbound Telemarketing Companies (Outbound-Telemarketing-Modelle / „Up-Seller“)
  • Protection Services (z. B. Registrierungs-/Schutzservices gegen Identitätsdiebstahl, Internetbetrug etc.)
  • Pyramiden-/Schneeballsysteme (Pyramid Sales)
  • Salvage / Scrap Yards (Schrott-/Altmetallhandel)
  • Social Media Metrics (Manipulation von Likes/Follows/Engagement via Bots/Clickfarmen)
  • Sports Forecasting (Odds Making) / kostenpflichtige Info-Dienste per Telefon/Internet (z. B. Wetten/Prognosen; teils auch „Info-Services“ wie Horoskope, Chats etc.)
  • Private Prisons & Immigrant Detention Centers (privat betriebene Haft-/Detention-Einrichtungen)



Nur unter Bedingungen / mit Einschränkungen


CBD

  • CBD ist nur zulässig, wenn es < 50 % des Kartenumsatzes ausmacht.
  • +Produkte mit jeglichem THC-Anteil sind immer ausgeschlossen.+
  • Lizenzpflicht (wo anwendbar) muss erfüllt sein.


Warnung: Sobald CBD den Umsatz dominiert oder THC im Spiel ist, ist das Modell nicht zulässig.



Zigaretten-/Tabakverkauf

  • Unlizenzierter Verkauf (insb. per Mailorder/Telefon/Internet) ist ausgeschlossen.
  • Zusätzlich gelten Export-/Importregeln, je nach Land/Jurisdiktion können Produkte/Vertriebskanäle eingeschränkt sein.



Inkasso / Refinanzierung von Schulden

  • Kreditkarten dürfen nicht verwendet werden, um bestehende Schulden zu bezahlen, die als ausgefallen (default) gelten.
  • Debitkarten können zulässig sein, wenn es den jeweiligen Scheme-/Association-Regeln entspricht.



For-Profit Colleges

  • Nicht zulässig, wenn nicht akkreditiert.
  • Technische/handwerkliche Schulen sind nicht automatisch ausgeschlossen – entscheidend ist die Akkreditierung.



Waffen / Feuerwaffen / Munition

  • Card-not-present-Verkauf (Online/Telefon/Versand) ist ausgeschlossen.
  • Stationär kann je nach Setup möglich sein – muss aber sauber beschrieben und geprüft werden.



Telemedizin

  • Nicht zulässig bei unlizenzierter Telemedizin (z. B. Rezeptausstellung, Patient sieht Arzt nur virtuell).
  • Ausnahme: Online-Konsultation durch lizenzierte Anbieter.



Timeshares

  • Grundsätzlich kritisch.
  • Ausnahmen können gelten (z. B. national anerkannte Hotelketten sowie bestimmte Exchange-Organisationen wie RCI).



Nicht zulässig: „Wonder Drugs“ / „Wundermittel“ (Pills)

Nicht zulässig sind u. a.:

  • (Pseudo-)Medizinprodukte/Supplements mit ungetesteten oder unrealistischen Wirkversprechen
  • nicht frei verfügbare „OTC“-Produkte bzw. Produkte ohne Verschreibung durch lizenzierte Anbieter mit stationärem Betrieb
  • von Behörden verbotene/auffällige Supplements (z. B. Steroide, Diätpillen, HCG, Ephedrin/Ephedra usw.)


Hinweis: Bei behördlichen Findings (z. B. FDA) oder negativer Berichterstattung ist eine Eskalation/Prüfung vorgesehen.



FAQ


Was bedeutet „Card-not-present (CNP)“?

CNP sind Zahlungen, bei denen die Karte nicht physisch am Terminal ist (z. B. Online-Shop, Telefonbestellung, Versandhandel).


Was soll ich tun, wenn mein Geschäft gemischt ist (Branchenmix)?

Entscheidend ist, was tatsächlich über das Terminal bezahlt wird. Beschreiben Sie den Hauptumsatz klar und trennen Sie kritische Sortimente ggf. organisatorisch (und vor allem: vorher prüfen lassen).


Wenn Sie unsicher sind: Melden Sie sich kurz beim Support. Dann klären wir vorab, ob Elavon das Geschäftsmodell freischaltet – bevor es zu Ablehnungen oder Verzögerungen kommt.

Aktualisiert am: 27/02/2026

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